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Absturzsicherungen

Absturzsicherung in Biel – an jeder Kante, die über 2 m liegt

Eine Absturzsicherung in Biel beginnt mit der Frage, wo die Kante liegt. Am Steildach ist es die Traufe, am Flachdach der Rand über der Attika. Auf Gewerbedächern sind es oft die Lichtkuppeln mitten in der Fläche.

Ab 2 m Absturzhöhe ist jede dieser Kanten zu sichern. Wir montieren Seitenschutz, Spenglergang, Geländer und Netze – für einen Tag Dachreparatur ebenso wie für eine Flachdachsanierung über mehrere Wochen. Die Offerte liegt innert 48 Stunden vor.

Wo gesichert wird

Fünf Kanten, an denen in Biel gesichert werden muss

Die Sicherung richtet sich nach der Kante, nicht nach dem Gewerk. Ein Spengler und ein Solarteur auf demselben Dach brauchen denselben Schutz. Ein Dachdecker auf einer Halle mit Lichtkuppeln braucht einen anderen als auf dem Einfamilienhaus.

Steildach

Die Traufe

Wer an Ziegeln, Rinne oder Kamin arbeitet, rutscht Richtung Traufe. Gesichert wird mit einem Spenglergang am Gerüst oder einer Dachschutzwand, die Personen und Material auffängt. Sie steht über der Dachkante, nicht darunter.

Flachdach

Der Dachrand mit Attika

Eine Attika von 30 oder 40 cm hält niemanden auf. Ein Seitenschutz am Rand schon. Wir setzen Klemm- oder Auflastgeländer, die ohne Bohrung in die Abdichtung auskommen. Das ist bei frisch sanierten Flachdächern entscheidend.

In der Fläche

Lichtkuppeln und Wellplatten

Die gefährlichste Kante liegt mitten im Dach. Faserzement-Wellplatten, Kunststoff-Lichtplatten und Oblichter tragen kein Körpergewicht. Hier helfen nur Laufstege, Abdeckungen und Netze darunter – ein Geländer am Rand schützt davor nicht.

Rohbau & Umbau

Deckenrand, Treppenauge, Schacht

Beim Umbau fehlt plötzlich die Brüstung, beim Rohbau die Aussenwand. Offene Deckenränder, Treppenaugen und Liftschächte werden mit Seitenschutz geschlossen. Die Sicherung wandert mit dem Baufortschritt – sie wird umgestellt, nicht neu bestellt.

Am Gerüst selbst

Der Spalt zur Fassade

Zwischen Gerüstbelag und Wand sind höchstens 30 cm erlaubt. Bei Vordächern, Balkonen oder Aussendämmung wird der Abstand oft grösser. Dann braucht auch die Innenseite des Gerüsts ein Geländer – ein Detail, das bei Kontrollen häufig beanstandet wird.

Grundlage: Bauarbeitenverordnung (BauAV) und die Regeln der SUVA zu Absturzsicherung bei Dacharbeiten.

Geländer, Seil oder Bühne

Wann ein Seil genügt – und wann nicht

Die häufigste Frage am Telefon: «Kann sich der Handwerker nicht einfach anseilen?» Manchmal ja. Die Bauarbeitenverordnung setzt dafür eine klare Grenze, und die liegt bei der Dauer, nicht bei der Höhe.

Für die Bauherrschaft heisst das: Je mehr Gewerke und Tage, desto eher lohnt sich ein Geländer. Es steht einmal und schützt alle. Ein Seil schützt nur den, der es richtig angelegt hat.

Dachgerüst mit Spenglergang an der Traufe – Foto: KUGE Bau AG
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Kollektivschutz – der Normalfall

Geländer, Spenglergang, Dachschutzwand, Netz: Diese Massnahmen schützen alle, die aufs Dach steigen, ohne dass jemand etwas anlegen muss. Die SUVA verlangt sie zuerst. Sie sind auch die einzige Lösung, wenn mehrere Gewerke nacheinander arbeiten.

2

Anseilen – nur bei kurzen Arbeiten

Am Dach ist Anseilschutz nur erlaubt, wenn die Arbeiten pro Dach gesamthaft höchstens zwei Personenarbeitstage dauern. Dazu braucht es geplante Anschlagpunkte und ausgebildete Leute. Für eine Lichtkuppel, die an einem Vormittag ersetzt wird, kann das reichen.

3

Hubarbeitsbühne – wenn beides nicht geht

Ist das Dach sehr steil oder nicht begehbar, wird von aussen gearbeitet. Das ist eine Frage der Zufahrt und der Standfläche, nicht der Absturzsicherung im engeren Sinn. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, ob ein Gerüst oder eine Bühne sinnvoller ist.

2 m
Absturzhöhe = Pflicht
2 Tage
Grenze fürs Anseilen
30 cm
max. Spalt zur Fassade
Bieler Dächer

Welches Dach in Biel welche Sicherung braucht

Biel hat auf engem Raum sehr verschiedene Dächer: Flachdach-Siedlungen, Industriehallen, eine mittelalterliche Altstadt und Hanglagen am See. Vier Typen, vier Lösungen.

Mett, Madretsch, Champagne

Flachdach-Wohnblocks der 1960er- und 1970er-Jahre

Niedrige Attika, Kiesschüttung, oft eine neue Abdichtung in Planung. Gesichert wird der ganze Rand mit Auflastgeländern – ohne Durchdringung, damit die neue Abdichtung dicht bleibt.

Bözingenfeld

Gewerbe- und Produktionshallen

Grosse Dachflächen mit Wellplatten und Lichtbändern. Der Rand ist das kleinere Problem. Entscheidend sind Laufwege zur Arbeitsstelle und Netze unter den nicht tragenden Feldern.

Altstadt

Steildächer an engen Gassen

Hohe Traufen, wenig Platz am Boden. Der Spenglergang sitzt auf dem Fassadengerüst, darunter ein Schutzdach für Passanten. Steht das Gerüst auf öffentlichem Grund, braucht es eine Bewilligung der Stadt Biel.

Vingelz, Twann, Ligerz

Häuser am Hang über dem Bielersee

Bergseitig liegt die Traufe knapp über dem Gelände, talseitig oft sechs bis acht Meter darüber. Die Absturzhöhe wird an jeder Kante einzeln gemessen. Gesichert wird deshalb oft nur talseitig – mit Ausgleichsrahmen auf dem abfallenden Grund.

Am Gerüst ist die Sicherung schon dabei: Jedes Fassadengerüst kommt mit Seitenschutz, jedes Dachgerüst mit Spenglergang. Eine eigene Absturzsicherung brauchen Sie dort, wo kein Gerüst steht – auf dem Flachdach, über Lichtkuppeln oder im Rohbau.

Ablauf

So kommt die Sicherung aufs Dach

Der wichtigste Schritt ist der erste: Sagen Sie uns, was auf dem Dach liegt. Lichtkuppeln und Wellplatten bestimmen den Aufwand stärker als die Fläche.

01

Zwei Fotos und eine Zahl

Ein Foto vom ganzen Dach, eines von der Kante, dazu die ungefähre Traufhöhe. Erwähnen Sie Lichtkuppeln oder Wellplatten – sie verändern die Offerte mehr als die Dachgrösse.

02

Besichtigung bei Flachdächern

Am Flachdach prüfen wir Attika, Abdichtung und Belastbarkeit vor Ort. Davon hängt ab, ob geklemmt oder mit Auflast gesichert wird. Bei Steildächern genügen oft die Fotos.

03

Offerte mit jeder Kante einzeln

Seitenschutz, Spenglergang, Netze und Abdeckungen stehen als eigene Positionen in der Offerte. So sehen Sie, was die Lichtkuppeln kosten und was der Rand. Die Offerte liegt innert 48 Stunden vor.

04

Montage, Freigabe, Umstellen

Nach der Montage folgt das Freigabe-Protokoll. Ändert sich die Baustelle – etwa wenn die PV-Module liegen und nur noch der Rand gesichert werden muss –, stellen wir um statt abzubauen.

Hat die SUVA bei einer Kontrolle eine Kante beanstandet, zählt jeder Tag. Wie schnell eine Nachrüstung möglich ist, steht bei der Express-Montage nach Beanstandung.

Häufige Fragen

Fragen zur Absturzsicherung in Biel

Höhe, Anseilen, Flachdach, Kosten und Verantwortung – die Fragen, die vor einer Dacharbeit regelmässig kommen. Allgemeine Fragen zum Gerüstbau beantwortet die FAQ-Sammlung.

Ab welcher Höhe ist eine Absturzsicherung Pflicht?

Ab 2 m Absturzhöhe – auf Gerüsten, im Rohbau und am Dachrand. Am Dach galt früher eine Grenze von 3 m, viele Ratgeber nennen noch den alten Wert. Gemessen wird an jeder Kante einzeln: Am Hanghaus kann die Bergseite ohne Sicherung auskommen, die Talseite nicht.

Reicht es, wenn sich die Handwerker anseilen?

Nur bei kurzen Arbeiten. Am Dach ist Anseilschutz erlaubt, wenn die Arbeiten pro Dach gesamthaft höchstens zwei Personenarbeitstage dauern. Es braucht geplante Anschlagpunkte und ausgebildete Personen. Bei einer Dachsanierung oder einer PV-Montage mit mehreren Tagen ist ein Geländer oder Spenglergang Pflicht.

Muss für ein Geländer am Flachdach gebohrt werden?

In der Regel nicht. Wir setzen Klemmgeländer an der Attika oder Auflastgeländer, die mit Gewichten stehen. Beide kommen ohne Durchdringung der Abdichtung aus. Ob die Attika und das Dach die Last tragen, prüfen wir bei der Besichtigung.

Was kostet eine Absturzsicherung?

Am Gerüst ist der Seitenschutz im Gerüstpreis enthalten. Separat offeriert werden Geländer am Flachdach, Netze, Abdeckungen über Lichtkuppeln und Laufstege. Eine kurzfristige Sicherung als Sofortmassnahme liegt bei CHF 1'200–2'500. Die genaue Zahl hängt an der Länge der Kante und an der Zahl der Dachöffnungen.

Wer muss die Absturzsicherung bestellen?

Für die Sicherheit seiner Leute ist jeder Arbeitgeber selbst verantwortlich – der Dachdecker für sein Team, der Solarteur für seine Monteure. Arbeiten mehrere Gewerke auf demselben Dach, bestellt oft die Bauherrschaft eine gemeinsame Sicherung. Das spart doppelte Montagen und klärt, wer für den Unterhalt zuständig ist.

Welchen Nachweis erhalte ich nach der Montage?

Ein Freigabe-Protokoll, das die geprüfte und normgerechte Montage bestätigt. Wird die Sicherung während der Bauzeit umgestellt, gibt es nach dem Umbau eine neue Freigabe. Bei einer SUVA-Kontrolle auf der Baustelle zeigen Sie dieses Dokument vor.

Absturzsicherungen im Verwaltungskreis Biel/Bienne und im Seeland

Die meisten Anfragen kommen von Flachdächern: Wohnblocks in Nidau, Ipsach und Brügg, Gewerbebauten zwischen Bözingen und Pieterlen. Dort steht selten ein Gerüst, und die Sicherung ist die einzige Position.

Am linken Bielerseeufer ist es umgekehrt. In Twann und Ligerz wird fast immer mit Gerüst gearbeitet, weil die Häuser talseitig hoch sind. Material und Geländer kommen über den Partner-Standort Biberist.

Biel/Bienne Altstadt / Vieille Ville Bözingen (Boujean) Madretsch Mett (Mâche) Champagne Vingelz (Vigneules) Beaumont Mühlefeld Nidau Brügg Port Ipsach Orpund Aegerten Bellmund Sutz-Lattrigen Mörigen Evilard Pieterlen Lengnau Meinisberg Safnern Scheuren Schwadernau Twann-Tüscherz Ligerz Worben Studen Lyss Aarberg Büren a/A Täuffelen Erlach La Neuveville Tavannes Reconvilier Sonceboz-Sombeval Saint-Imier Tramelan Court Corgémont
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Welche Kante ist bei Ihnen offen?
Offerte in 48 Stunden.

Schicken Sie ein Foto vom Dach und eines von der Kante. Erwähnen Sie Lichtkuppeln oder Wellplatten. Telefon: +41 79 193 11 03.